WinTuning

Kategorie: WinTuning Veröffentlicht: Samstag, 29. September 2018 Geschrieben von Super User
 

Virtueller Arbeitsspeicher: Die optimale Konfiguration steigert die Systemleistung.

Die Auslagerungsdatei erweitert den Arbeitsspeicher, indem Windows nicht benötigte Programm- und Systemdateien kurzfristig auf der Festplatte ablegt. Deshalb wird die Auslagerungsdatei auch als virtuelles RAM bezeichnet. In der Grundeinstellung kann Windows die Größe je nach Bedarf variieren, was aber oft zu Fragmentierung führt. Standardmäßig gilt folgende Empfehlung, er sollte etwa anderthalb Mal so groß sein, wie der Arbeitsspeicher und am besten eine festgelegte Größe haben.

Optimale Einstellung der Auslagerungsdatei: 

->bei RAM ab 2 GByte : “keine Auslagerungsdatei”   -> Vorteil das System wird schneller und die Festplatte geschont!
                                                                                                 (Die Warnung kann man getrost ignorieren!)

->Bei Systemen mit Win 7-Win 10 in der 64-Bit Version, sollte die Auslagerungsdatei erst bei einem
    RAM ab 4 GByte abgeschaltet werden!

Mit Windows 10 hat sich das Thema erledigt! Win 10 legt eine 0,25 - 2 GB große Auslagerungsdatei an,
schreibt aber nur 5 MB - 30 MB Daten dort rein. Wahrscheinlich werden nur Teile des NT-Kernel dort abgelegt.
Also entweder die Systemeinstellung so belassen, wie sie von Win 10 vorgegeben wird oder abschalten!

->Bevor Sie die Auslagerungsdatei abschalten, sollten Sie die Größe auf ein Mindestmaß (16 MByte) verringern.
   Die Datei Pagefile.sys der Auslagerungsdatei belegt sonst unnötig Festplattenspeicherplatz und kann auch
   nicht gelöscht werden!

Falls einige Programme streiken, bleibt nur der Weg über eine RAM-Disk !

->ab 512 MByte bis 1,5 GByte :  Anfangsgröße: 768 MByte   ,  Maximale Größe:  1536 MByte
(Die Anfangsgröße wurde so gewählt, dass keine Fragmentierung entsteht!)

Zusätzliches DDR-RAM  kaufen !

Legen Sie die Auslagerungsdatei auf einer vorher defragmentierten Partition der schnellsten Festplatte an. Man sollte
auch die Auslagerungsdatei auf der SSD einrichten - hier geht Leistung vor schonen der SSD.

Um die Auslagerungsdatei(Win XP) anzupassen machen einen Rechtsklick auf das Icon »Arbeitsplatz«. Aus dem Kontext wählen Sie »Eigenschaften«. Im nächsten Fenster wählen Sie den Reiter »Erweitert«. Hier klicken Sie im Bereich »Systemleistung« auf »Einstellungen« und wählen im nächsten Dialog wieder den Reiter »Erweitert« und dort den Button »Ändern«. Im Fenster »Virtueller Arbeitsspeicher« wählen Sie aus der Liste eine Partition, auf der Sie die Auslagerungsdatei anlegen wollen. Nun aktivieren Sie die Option »Benutzerdefinierte Größe« und tragen in beide Felder den Wert ein, der oben angegeben wird. Mit einem Klick auf »Festlegen« legen sie die Auslagerungsdatei an. Zum Abschluss löschen Sie noch, falls nötig, die alte Auslagerungsdatei, indem Sie z.B. Laufwerk »C:« in der Liste markieren, die Option »Keine Auslagerungsdatei« aktivieren und »Festlegen« wählen. Ein Klick auf »OK« und ein Neustart übernehmen die Änderungen.

                               SystemeigenschaftenVirtueller Arbeitsspeicher1Virtueller Arbeitsspeicher

 

 

Mit 32-Bit Betriebssystemen den Speicherbereich oberhalb der 3,2 GB Grenze nutzen !!

Die 32-Bit Betriebssysteme können bekanntlicher Weise den Arbeitsspeicher nur bis 3,2 GB adressieren.
Einige RAM-Disk Programme nutzen diesen Umstand und installieren oberhalb der 3,2 GB Grenze die RAM-Disk.
Ein kostenloses RAM-Disk Programm ist  Gavotte RAMDisk  . Einfach die Datei in ein gewünschtes
Verzeichnis entpacken, ram4g.reg starten und den Import der Daten bestätigen. Danach einfach ramdisk.exe starten
und die RAM-Disk einrichten. Evtl. muss im Bios noch “Memory-Remaping” aktiviert werden. Bei mir hat es so funktioniert.
Jetzt kann man die Auslagerungsdatei in die RAM-Disk legen. Genauso kann man temporäre Verzeichnisse und den
Cache einiger Programme in die RAM-Disk legen. Wichtig ist: Beim Ausschalten werden die Daten gelöscht !

 

                                        RAMDisk PAE Laufwerk              RAM-Disk Task-Manager

 

 

Wie man im Task-Manager sehen kann, wird nicht der normale Arbeitsspeicher bis zur 3,2GB-Grenze für die RAM-Disk verwendet, sondern der Bereich oberhalb von 3,2 GB bis 4 GB !
Wenn man den Cache vom InternetExplorer in die RAM-Disk legt, wird der Zugriff wesentlich beschleunigt, da eine RAM-Disk viel schneller ist als eine normale Festplatte. Nachfolgende Messwerte bestätigen das ...

                                                         CDM RAM-Disk                   CDM Samsung SP2514N

 

  RAM-Disk  mit Laufwerk R: ist 54x so schnell !    Normale Festplatte  mit Laufwerk H:  250 GB
  Wenn der PC mehr als 2 GB Arbeitsspeicher hat, lohnt sich die Einrichtung einer RAM-Disk, da man Anwendungen wie z.B. den InternetExplorer/Firefox... , die einen Cache verwenden, damit beschleunigen kann!

 

 

Der Trick mit der 2. Auslagerungsdatei !

Zusammenfassend kann man sagen, dass Abschalten der Auslagerungsdatei ist sicher der einfachste und eleganteste Weg.
Doch wenn Programme verwendet werden, die
-> unbedingt eine Auslagerungsdatei benötigen oder
-> sehr großen Speicherbedarf haben
muss eine Auslagerungsdatei eingerichtet werden.

Auch wenn man die Auslagerungsdatei abschalten kann lohnt sich die Einrichtung einer RAM-Disk, weil Programme mit
einen Cache wie z.B. IE/Firefox oder Nero, ihre Daten in die RAM-Disk viel schneller speichern können und die
Festplatte zusätzlich geschont wird.

Legt man jetzt die Auslagerungsdatei in die RAM-Disk, wird immer wieder die Frage gestellt: “Reicht denn die Größe
der Auslagerungsdatei aus?”
Ein Beispiel: Arbeitsspeicher mit 2 GB; RAM-Disk mit 768 MB  und eine Auslagerungsdatei mit 680 MB.
Bei jedem normalen Anwender wird die Auslagerungsdatei sicher ausreichen, doch ich hatte eine einfache wie geniale
Idee !
Zusätzlich zur Auslagerungsdatei in der RAM-Disk wird eine 2. Auslagerungsdatei auf der Festplatte eingerichtet.
Das sieht dann so aus:

RAM-Disk R: 680 MB - 680 MB  Anfangs- und Maximale Größe festgelegt

Laufwerk   C: 18 MB - 512 MB Die Anfangsgröße sollte möglichst klein sein. Beim Endwert kann man bis auf 2 GB gehen.

Der Minimalwert lag bei meinem WinXP bei 18 MB! Wichtig ist darauf zu achten, dass Windows auch wirklich die
Auslagerungsdateien einrichtet. Man sieht dass an dem Hinweis “Zurzeit zugeteilt: 698 MB”.
Windows schreib nun wechselweise die Speicher der beiden Auslagerungsdateien voll, bis die 18 MB voll sich, dann
werden die Daten nur noch in Auslagerungsdatei der RAM-Disk geschrieben. Sollte diese dann auch voll sein, wird
der Speicherbereich der Auslagerungsdatei auf Laufwerk C: von Windows automatisch erhöht.

 

                                                                                              2te Auslagerungsdatei        

  Durch diese Konfiguration hat man 4 Vorteile
-> die Daten werden hauptsächlich in die schnelle RAM-Disk geschrieben und
-> die Größe der Gesamt-Auslagerungsdatei kann flexibel nach Bedarf angepasst
    werden.
-> Windows setzt bei einem Neustart den zugeteilten Wert wieder auf 18 MB runter.
-> Etwas Platz bleibt für den Cache vom IE/Firefox übrig.

   

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